Wetter und Klima in Griechenland

22. Oktober 2010

Generell herrscht in Griechenland natürlich ein mediterranes Klima vor, das sich durch feucht-milde Winter und trockene Sommer auszeichnet. Durch das unterschiedliche Höhenprofil mit Gebirgsketten im Landesinneren ergeben sich jedoch durchaus regionale Unterschiede. So kühlt das Landesinnere im Winter deutlich stärker ab als die Küstenregionen oder gar die griechischen Inseln. In den Bergen ist sogar mit Schnee zu rechnen, es existieren auch einige Wintersportgebiete. Das andere Extrem finden wir auf der Insel Kreta, wo fast subtropisches Klima vorherrscht.

Doch keine Angst, die Winter in Griechenland sind kurz, schon ab März/April ist in Teilen des Landes wieder wunderbares Sommerwetter zu erwarten, das hervorragend für einen Strandurlaub in Griechenland taugt. Vorteil dieser Jahreszeit auch: die Temperaturen erreichen noch moderate Werte von unter oder um 30 Grad. Im Hochsommer kann es in einigen Region, besonders im Flachland, sehr heiß werden, Temperaturen von mehr als 40 Grad werden dann erreicht. Ganzjährig ist es etwas wärmer als am westlichen Mittelmeer, im Sommer muss auch mit deutlich geringeren Niederschlägen als z.B. in Spanien gerechnet werden. Das liegt zum Einen an der noch südlicheren Lage Griechenlands als auch an der Lage im Osten – atlantische Tiefausläufer schaffen es kaum bis nach Griechenland oder sie erreichen das östliche Mittelmeer nur mehr in stark abgeschwächter Form. Die Folge sind monatelange regenfreie Zeiten im Sommer – selbst die Trinkwasserversorgung kann durch den geringen Niederschlag zeitweise regional beeinträchtigt sein. Diese Zeit der großen Hitze ist dann auch nicht mehr die Richtige für eine Städtereise oder Wanderung – die Temperaturen lassen sich nur an der Küste oder in den Bergen aushalten. Auf den Inseln weht ebenfalls im Hochsommer immer ein frischer Wind, so dass man es hier gut den Tag am Strand verbringen kann.

Sollten Sie Athen besuchen wollen, empfiehlt sich das Frühjahr bis etwa Mai oder Herbst ab September. Die enge Bebauung und die Lage der Stadt treiben das Quecksilber regelmäßig über die 40 Grad-Marke. Die Nächte versprechen kaum Linderung – die Stadt speichert die Wärme, oft werden gegen Mitternacht immer noch 30 Grad und mehr gemessen.

Urlaubsknigge für Griechenland

23. August 2010

„Andere Länder, andere Sitten“, heißt es immer so schön. Zwar herrschen in den meisten europäischen Urlaubsländern ähnliche Gepflogenheiten wie bei uns daheim, der Tritt ins Fettnäpfchen kann dennoch im Urlaub drohen, wenn man allzu unbedarft und gedankenlos auftritt.

Ersteinmal sind die Griechen jedoch ausgesprochen gastfreundlich, gerade in ländlichen Gebieten ist man allerdings auch sehr traditionsbewusst. Ein vielleicht etwas zu heißer Flirt mit Einheimischen kann unter Umständen zur raschen Bekanntschaft weiterer Familienmitglieder führen.

Viel Zeit in Ihrem Griechenland Urlaub werden Sie mit Sicherheit beim Essen verbringen. Die Griechen lieben essen. Das Abendessen findet meist nicht vor 21 Uhr statt – oft eher später – und kann sich über Stunden hinziehen. Das Frühstück fällt dagegen mitunter recht sparsam aus. Das kann auch mal ein einfacher Kaffee sein.
Bei Tisch achten die Griechen durchaus auf Tischmanieren – das sollten sie folglich auch tun. Wenn Sie eingeladen sind, erwartet Sie in der Regel ein Mehr-Gänge-Menü. Einen Gang auszulassen, könnte als Beleidigung aufgefasst werden. Also lieber von jedem Gang etwas weniger nehmen. Als Dank für eine Einladung sollten Sie auf keinen Fall Bargeld in Betracht ziehen. Besser sind ein Strauß Blumen, Süßigkeiten oder auch ein Foto des gemeinsamen Abends. Im Restaurant rundet der Kellner krumme Summen sowohl ab als auch auf. Als Gruppe zahlen Sie am besten gemeinsam. Einzelabrechnungen sind bei den Kellnern verpönt. Als Trinkgeld ist im Restaurant durchaus 10% Aufschlag üblich, in der Taverne jedoch nur ein Euro. Im Taxi wird einfach aufgerundet.

In Cafés ist eine Bestellung eines „türkischen Kaffees“ fehl am Platze, genauso wie das Thema „Türkei“ generell beim Small Talk unterbleiben sollte. Der Nationalstolz der Griechen und das nicht immer unbelastete Verhältnis zum osmanischen Nachbarn machen dieses Thema zum No-Go.

Bei Besichtigungen sind die Griechen an für sich tolerant, was die Kleidung der Besucher angeht. Bei Kirchen und Klöstern sollte man jedoch auf angemessenen Stoff achten. Frauen sollten von den Schultern bis zu den Knien bedeckt sein. Oft liegen an den Eingangstüren Röcke und Tücher aus, die im Notfall aushelfen sollen.

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